ABCD – ESG? Die 7 wichtigen Abkürzungen im Bereich Nachhaltigkeit

Im Bereich der Nachhaltigkeit gibt es zahlreiche Abkürzungen, die leicht zu verwechseln sind. Doch was bedeuten sie eigentlich? Schauen wir uns einige der wichtigsten einmal genauer an!

CSR

Corporate Social Responsibility
- Die soziale Verantwortung von Unternehmen

CSR ist ein übergreifendes Konzept, das sich auf die Verantwortung einer Organisation für ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft bezieht. Es umfasst alles von der Reduzierung von Emissionen und Investitionen in Recycling bis hin zur Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen und der Unterstützung lokaler Gemeinschaften.

Organisationen, die CSR ernst nehmen, stellen oft fest, dass dies ihre Marke stärkt und das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitenden fördert.

ESG

Environmental, Social & Governance
- Umwelt, Soziales und Unternehmensführung

ESG ist ein weltweit verwendetes Rahmenwerk für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Unternehmens konzentriert es sich auf drei Schlüsselbereiche: Umweltauswirkungen, soziale Verantwortung und Unternehmensführung. Jeder dieser Bereiche umfasst verschiedene Nachhaltigkeitsthemen, mit denen sich Unternehmen befassen und über die sie berichten sollten.

Durch die Strukturierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und die Berichterstattung gemäß ESG entsteht Transparenz, sodass Investoren, Kunden und Stakeholder ein klares Bild von der Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens erhalten.

UNGC

United Nations Global Compact
- Global Compact der Vereinten Nationen

Der UNGC ist die weltweit größte Initiative für unternehmerische Nachhaltigkeit. Er wurde 1999 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen und zielt darauf ab, nachhaltige Geschäftspraktiken zu fördern.

Unternehmen, die sich dem Global Compact anschließen, verpflichten sich zur Einhaltung von zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Zudem müssen sie jährlich transparent über ihre Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit berichten.

SBTi

Science-Based Targets initiative
- Wissenschaftsbasierte Ziele

Die SBTi ist eine Kooperation zwischen dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WRI), dem Carbon Disclosure Project (CDP) und dem WWF. Sie unterstützt Unternehmen dabei, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, indem sie wissenschaftlich fundierte Klimaziele festlegt.

Die SBTi bewertet und validiert, ob die Klimaziele einer Organisation mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmen, die erforderlich sind, um die globale Erwärmung gemäß dem Pariser Abkommen auf 1,5 °C zu begrenzen.

CSRD

Corporate Sustainability Reporting Directive
- Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen

Die CSRD ist nicht mit CSR zu verwechseln. Die CSRD ist eine EU-Richtlinie, die mehr Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen in einem standardisierten Format zu berichten.

Ab 2024 sind große und öffentlich relevante Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsdaten gemäß der CSRD zu veröffentlichen. Dies erhöht die Transparenz und erleichtert den Vergleich von Unternehmen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitsleistungen.

ESRS

European Sustainability Reporting Standards
- Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Während die CSRD festlegt, dass Unternehmen auf bestimmte Weise berichten müssen, definiert die ESRS, welche Informationen sie wie berichten müssen. Wie bei der CSRD ist das Ziel, die Transparenz zu erhöhen und vergleichbare Nachhaltigkeitsdaten bereitzustellen.

Ein wichtiger Grundsatz der ESRS ist die „doppelte Wesentlichkeit“: Unternehmen müssen sowohl darüber berichten, wie sie sich auf die Welt auswirken, als auch darüber, wie Nachhaltigkeitsfragen sie selbst beeinflussen.

SDG

Sustainable Development Goals
- Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die meisten Menschen kennen die SDGs, die 17 globalen Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Diese sollen bis 2030 erreicht werden. Sie umfassen Bereiche wie Klima, Gesundheit, Gleichberechtigung und nachhaltigen Konsum.

Diese Ziele dienen Unternehmen, die zu einer besseren Welt beitragen möchten, als Orientierungspunkt. Indem sie ihre Geschäftstätigkeit mit bestimmten Zielen verknüpfen, beispielsweise „nachhaltige Städte und Gemeinden“ (SDG 11), zeigen Unternehmen deutlich, wie sie die nachhaltige Entwicklung unterstützen.